Das PT Center Munk benutzt seit dem Jahr 1980 Apple Computer, angefangen mit dem Apple II, später dann den MacIntosh bis zum heutigen Tag.
Es hat uns traurig gestimmt, dass Steve bereits so früh von uns gegangen ist. Es wird alles einen tieferen Sinnn haben, der uns nicht so einfach zugänglich ist.
Wir hoffen, dass der Heilige Josef von Copertino (Namensgeber für Cupertino, CA, USA) sich seiner annimmt.
Erwähnt werden muss vielleicht noch, dass in dem Film <Pirates of Silicon Valley> eine Szene vorkommt, wo Steve in einer Gruppe Primärtherapie macht, der Therapeut sieht so ähnlich aus wie A. Janov. Wieweit die Szene wirklich autobiographischen Charakter hat, entgeht unserer Kenntnis.
Donnerstag, 13. Oktober 2011
Dienstag, 6. September 2011
Fast 40 Prozent der Europäer sind psychisch krank
Eine Untersuchung, veröffentlicht im Fachmagazin "European Neuropsychopharmacology", welche der Spiegel zitiert, kommt zu dem Ergebnis, dass fast 40 Prozent der Europäer psychisch krank sind.
Darunter fallen mit Angststörungen: 14%
Schlafstörungen: 7%
Depressionen: 7%
Alkohol oder Drogenabhängig: 4%
ADHS (Aufmerksamkeits-Defizitsyndrom) unter 17-jährigen: 5%
Demenz bei über 85-Jährigen: 30%
Die Konsumenten von Psychopharmaka werden nicht extra aufgeführt in der Studie.
Wenn auch eine psychische Störung nicht so einfach zu diagnostizieren ist, wie eine Grippe, da bei einer psychischen Störung die Grenzen zwischen Belastungssituation und Störung fließend sind, so sind die Zahlen doch alarmierend.
Die Autoren der Untersuchung meinen, dass die psychischen Krankheiten die größte Herausforderung für das Europäische Gesundheitssystem sind.
Im Spiegel wird noch die Meinung vertreten, dass die medizinische Versorgung alles andere als optimal sei. Hier ist aber keine medizinische Versorgung (Sprich Psychopharmaka) notwendig, sondern ein psychotherapeutische oder Coaching Funktion.
Die hat aber meistens nur Erfolg, wenn die Leute nicht dahin überwiesen werden, sondern sich selber um Hilfe und Unterstützung bei einem Psychotherapeuten bemühen.
Die Schwierigkeit ist wohl auch, dass die meisten Leute sich ihre Schwierigkeiten nicht eingestehen, daher auch nicht zu einem Arzt gehen, geschweige denn zu einem Psychologen, und einfach so weiterwurschteln in ihrem Leben, bis sie vielleicht mal beiläufig ihrem Hausarzt so was von ihren Schlafstörungen berichten, der Ihnen dann folgerichtig Schlafmittel, bzw. Psychopharmaka verschreibt. Die sie dann eifrig nehmen, weil sie sich kurzfristig besser fühlen, wieder besser schlafen können. (Während sonst die Leute fast alles wegschmeißen an Tabletten, was sie vom Arzt verschrieben bekommen).
Nach meinem Dafürhalten sollten die meisten Erwachsenen ca. 3 Jahre Ihres Lebens dafür hernehmen, die Defizite aus Kindheit und frühester Kindheit (sowie aus pränataler und nataler Zeit) aufzuarbeiten, auf Deutsch: Eine Primärtherapie machen. Dieser in den 3 Jahren dann angestoßene Bewusstseinsprozess entwickelt dann seine eigenen Dynamik und setzt sich weiterhin nutzbringend fort. Neben dem Nutzen für das eigene psychische Wohlergehen würde sich ein großer volkswirtschaftlicher Nutzen für die ganze Gesellschaft daraus ergeben.
Darunter fallen mit Angststörungen: 14%
Schlafstörungen: 7%
Depressionen: 7%
Alkohol oder Drogenabhängig: 4%
ADHS (Aufmerksamkeits-Defizitsyndrom) unter 17-jährigen: 5%
Demenz bei über 85-Jährigen: 30%
Die Konsumenten von Psychopharmaka werden nicht extra aufgeführt in der Studie.
Wenn auch eine psychische Störung nicht so einfach zu diagnostizieren ist, wie eine Grippe, da bei einer psychischen Störung die Grenzen zwischen Belastungssituation und Störung fließend sind, so sind die Zahlen doch alarmierend.
Die Autoren der Untersuchung meinen, dass die psychischen Krankheiten die größte Herausforderung für das Europäische Gesundheitssystem sind.
Im Spiegel wird noch die Meinung vertreten, dass die medizinische Versorgung alles andere als optimal sei. Hier ist aber keine medizinische Versorgung (Sprich Psychopharmaka) notwendig, sondern ein psychotherapeutische oder Coaching Funktion.
Die hat aber meistens nur Erfolg, wenn die Leute nicht dahin überwiesen werden, sondern sich selber um Hilfe und Unterstützung bei einem Psychotherapeuten bemühen.
Die Schwierigkeit ist wohl auch, dass die meisten Leute sich ihre Schwierigkeiten nicht eingestehen, daher auch nicht zu einem Arzt gehen, geschweige denn zu einem Psychologen, und einfach so weiterwurschteln in ihrem Leben, bis sie vielleicht mal beiläufig ihrem Hausarzt so was von ihren Schlafstörungen berichten, der Ihnen dann folgerichtig Schlafmittel, bzw. Psychopharmaka verschreibt. Die sie dann eifrig nehmen, weil sie sich kurzfristig besser fühlen, wieder besser schlafen können. (Während sonst die Leute fast alles wegschmeißen an Tabletten, was sie vom Arzt verschrieben bekommen).
Nach meinem Dafürhalten sollten die meisten Erwachsenen ca. 3 Jahre Ihres Lebens dafür hernehmen, die Defizite aus Kindheit und frühester Kindheit (sowie aus pränataler und nataler Zeit) aufzuarbeiten, auf Deutsch: Eine Primärtherapie machen. Dieser in den 3 Jahren dann angestoßene Bewusstseinsprozess entwickelt dann seine eigenen Dynamik und setzt sich weiterhin nutzbringend fort. Neben dem Nutzen für das eigene psychische Wohlergehen würde sich ein großer volkswirtschaftlicher Nutzen für die ganze Gesellschaft daraus ergeben.
Donnerstag, 1. September 2011
Sind Babys Doofies?
Wieder so ein <wissenschaftlicher> Spiegel Artikel, diesmal geht es um die Zweisprachigkeit bei Babys und Kleinkinder.
Ich meine, diese Sachen können und sollten erforscht und wissenschaftlich belegt werden, bloß erscheint es mir ungut, was das menschliche Bewusstsein betrifft, wenn unsere eigenen Erfahrungen außer Acht gelassen werden.
Zitat: <Dass bereits wenige Monate alte Säuglinge die typischen Laute und die Sprachmelodie ihrer Muttersprache erkennen können, ist seit einigen Jahren bekannt>. Ich denke, es kommt auf die Feinheit der Messinstrumente an: Ich würde sagen, Babys im Mutterleib sind bereits fähig, der Sprachmelodie ihrer Muttersprache (der Sprache der Mutter) zu erkennen. Das ist wenigstens die Erfahrung aus tiefgehenden Erlebnissen in der Primärtherapie. In dieser Richtung hat neben Janov auch David Chamberlain viel zu unserem heutigen Wissen beigetragen.
Wenn man sieht, was die Wissenschaft in den letzten 40, 50 Jahren über das Bewusstsein und die Fähigkeiten von Babys herausgefunden hat, so kann man erkennen, welches hochentwickeltes Sensorium diese Kleinen bereits haben. Weg vom Doofie, hin zu einem unheimlich intelligenten und sensiblen Wesen.
Das Erstaunen der Wissenschaftler, bzw. der Wissenschaftsautoren über die neuen Entdeckungen jeweils deuten aber darauf hin, dass diese Leute im Hintergrund (im Unbewussten) weiterhin die Babys für Doofies betrachten und keinerlei Bezug zu ihrer eigenen frühen Kindheit, bzw. Phasen im Mutterleib haben. Daher kann auch die eigene Erfahrung nicht in die Untersuchungen mit einbezogen werden.
Ich denke, das wird sich in den nächsten 10 bis 20 Jahren grundlegend ändern.
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Freitag, 29. Juli 2011
Misshandelte Mütter bekommen ängstliche Kinder
Geben Schwangere emotionale Erfahrungen ans ungeborene Kind weiter? frägt der Spiegel in einem Artikel vom 20.07.11.
Dass die Lebenserfahrungen unserer Vorfahren auf epigenetische Weise an uns weitergegeben werden, habe ich bereits in meinem Buch <Fühlen, und was dann? Die Primärtherapie nach Munk> erschienen 2009, ausführlich dargestellt.
Natürlich findet sich in dem Buch auch ein Kapitel über den Einfluss unserer pränatalen Erfahrung auf unser Leben (Kapitel <Mutterleibsgefühle>).
In diesem Spiegel Artikel geht es nun um die Auswirkungen eben dieser pränatalen Erfahrungen auf das Baby und sein späteres Leben. Die Forscher haben nachgewiesen, dass sich epigenetische Veränderungen an 10-19 jährigen Kindern gezeigt haben, deren Mütter während ihrer Schwangerschaft häuslicher Gewalt ausgesetzt waren.
Dies beweist meine These und auch die von A. Janov, dass diese vorgeburtlichen Erfahrungen einen entscheidenden Einfluss auf unser späteres Leben haben. Weiterhin besagt das auch, dass diese vorgeburtlichen Erfahrungen unmittelbaren Einfluss auf unser Leib-Seele-System haben, sich nicht bloss in einer nebulösen Psyche abspielen, sondern unmittelbare körperliche Auswirkungen haben, in diesem Fall in einer Veränderung einer epigenetischen Komponente (dem Gen für den Glucocorticoid-Rezeptor).
Ich sehe hier die Thesen von A.Janov bestätigt, der bereits vor über 35 Jahren diese Einflüsse postuliert hatte, aber von vielen Wissenschaftlern und Therapeuten damals belächelt wurde.
Desweiteren postuliert die Primärtherapie, dass ein bewusstes Hineintauchen in diese Atmosphäre der ursprünglichen Stresssituation (in diesem Falle die genannten vorgeburtlichen Erlebnisse) einen Abbau der Stresssituation bewirkt, eine Linderung und allmähliche Heilung herbeiführt.
Dienstag, 12. Juli 2011
Therapie gegen Depressionen, Heilende Reise in die Kindheit
Unter dieser Überschrift bringt Spiegel-Online einen Artikel über eine Art Verhaltenstherapie (Schema-Therapie genannt), die ein Amerikaner in den 1990er Jahren entwickelt hat. Das ganze erscheint mir ein Sammelsurium aus verschiedenen Zweigen der Humanistischen Psychologie, gemischt mit Ansätzen aus der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie.
Das Heilversprechen mit 8 Monaten erinnert stark an die Anfänge der Primärtherapie von A. Janov, wo auch von 8 Monaten die Rede war. Diese Acht als plakatives Werbemoment scheint den Amerikanern intus zu sein. Wobei man allerdings noch berücksichtigen muss, dass Ende der 1960er Jahre ein wirklicher Hype um die Primärtherapie da war (siehe John Lennon und Yoko Ono). Es war wirklich etwas neues und durchdringendes am Therapiehimmel aufgetaucht, was bisher nicht so im Lichte des Mainstream da war. Und die Entwicklungsanstöße sind auch heutzutage dramatisch, wenn man wirklich an seine Gefühle herankommt.
Aber diese Art Psychotherapie….,hier versucht jemand das Rad neu zu erfinden. Man könnte es als schlechten Abklatsch einer Primärtherapie, gemixt eben mit allen möglichen Zutaten aus der Humanistischen Psychologie bezeichnen. Die ganzen in dem Artikel aufgezeigten Abläufe (Schemata) dienen, würde ich sagen, jungen Psychotherapeuten als Stütze, damit sie sich an irgendwas (und wenn auch noch so künstlich) halten können.
Insgesamt gesehen ist in dieses Verfahren ein schematisches Weltbild eingeflochten, welches der Lebensrealität in seinen Verflechtungen in keiner Weise gerecht wird. Wer sich in so ein Schema pressen will, OK.. Es klingt alles etwas mechanistisch, eben Verhaltenstherapie. Schritte wie Umleitung der Gedanken sind vorgesehen. Wer aber ein verschüttetes Gefühl wachruft, braucht seine Gedanken nicht umzuleiten, sie werden von selber gerade gerichtet durch so ein Erlebnis.
Dann wird in dem Artikel hervorgehoben, dass der Therapeut nicht auf seinen formalen Behandlungsrichtlinien seiner Therapieschule hängenbleibt. Welche Errungenschaft, bzw. was für kalter Kaffee. Und typisch für solche Psychotherapeuten, dass sie nicht die Verdienste von A. Janov hervorheben, so tun, als ob es nicht Janov war, der diese ganze Entwicklung, was das Fühlen und Kindheit betrifft, entscheidend beeinflusst hat.
Samstag, 28. Mai 2011
Die Spätfolgen der Vertreibung
So lautet ein Artikel in der Psychologie Heute vom 12.05.11. Es wird über eine Untersuchung berichtet, wo es um die gesundheitlichen Spätfolgen der Vertreibung nach dem 2. Weltkrieg geht: <Wissenschaftler der Universität Greifswald haben jetzt nachgewiesen, dass solche biografischen Erfahrungen lange nachwirken: Sie beeinflussen den psychischen und körperlichen Zustand der betroffenen Menschen im Alter>.
Ich würde sagen, das hat Arthur Janov lange vor diesen Wissenschaftlern aus Greifswald nachgewiesen, eben dass traumatische Erlebnisse in unserem System gespeichert sind und eine desaströse Wirkung (unbewusst) mit der Zeit ausüben, wenn diese nicht <ausgefühlt> werden. Janov führt neben seinen Erfahrungen aus seiner Tätigkeit als Psychotherapeut auch unzählige wissenschaftliche Fakten bei, welche seine Thesen untermauern.
Auch Psychotherapeutinnen wie Alice Miller und andere erörtern in ihren Büchern diesen Zusammenhang.
Ich könnte mir vorstellen, dass diese Wissenschaftler aus Greifswald noch nie ein Buch von Janov oder Miller in die Hand genommen haben! Geschweige denn, sich selber in Weise der Primärtherapie sich ihren verschütteten Gefühlen gestellt haben.
Warum erzählen ältere Menschen so oft von ihren Kriegs- und Nachkriegserlebnissen, sofern sie aufmerksame Zuhörer finden? Unsere psychischen Abwehrkräfte schwinden im Alter, dadurch tritt klarer hervor, was in unser Psyche nicht im Lot ist. Dadurch drängen diese unaufgelösten Inhalte mit starken emotionalen Gehalt ständig ins Bewusstsein, quasi einer Auflösung entgegen. Aber wenn diese Erlebnisse nicht <ausgefühlt> werden, löst sich nicht die emotionale Ladung, und es wird der Versuch gemacht, dem nächsten aufmerksamen Zuhörer das Erlebnis wieder zu erzählen.
Was das autobiographische Erzählen und Schreiben betrifft, welches in dem Artikel erwähnt wird, so ist das bestimmt hilfreich, weil es die Tür zu den verschütteten Erlebnissen und Gefühlen öffnet. Aber um diese Erlebnisse zu integrieren, bedarf es auch das Einfühlen in diese scherzhaften und erschütternden Erlebnisse. Erst das Fühlen und Auf-Sich-Nehmen bringt eine Erleichterung der emotionalen Ladung.
Da habe ich große Zweifel, ob dieses Forscherteam der Universität Greifswald dies leisten kann!
Dienstag, 10. Mai 2011
Wenn Mutti früh zur Arbeit geht
Kürzlich habe ich in der Zeit einen Artikel gelesen: <Wenn Mutti früh zur Arbeit geht>, Untertitel: Kindererziehung in Ostdeutschland. Die Zeit versucht sich ja offen, liberal und tolerant zu geben, fortschrittliches Bürgertum.
In dem Artikel verteidigt eine Journalistin die Kindertagesstätten von damals (DDR) und heute. Sie schreibt u.a.: <Ich bin eine Mutter, die ihre eigene Kindheit in der DDR verbracht hat; die dort in Krippe, Kindergarten und Hort gegangen ist, weil ihre Eltern beide Vollzeit arbeiteten. Und die es unter anderem auch deshalb für vollkommen normal hält, ein kleines Kind für einige Stunden am Tag in die Hände zweier professioneller Erzieherinnen zu geben, um während dieser Zeit selbst zu arbeiten.>
In dem Artikel verteidigt eine Journalistin die Kindertagesstätten von damals (DDR) und heute. Sie schreibt u.a.: <Ich bin eine Mutter, die ihre eigene Kindheit in der DDR verbracht hat; die dort in Krippe, Kindergarten und Hort gegangen ist, weil ihre Eltern beide Vollzeit arbeiteten. Und die es unter anderem auch deshalb für vollkommen normal hält, ein kleines Kind für einige Stunden am Tag in die Hände zweier professioneller Erzieherinnen zu geben, um während dieser Zeit selbst zu arbeiten.>
Dass die Erzieherinnen eine Ausbildung als Erzieherinnen haben, nehme ich doch mal an. Trotzdem klingt in dem Ausdruck <professionelle Erzieherinnen> durch, dass die das besser könnten mit der Erziehung als die eigene Mutter, eigentlich eine Beruhigung der innewohnenden Schuldgefühle.
Und weiter hört sich das als eine Perpetuierung der Kette von ähnlichen Situationen an (eigene Kindheit ==> eigene Kinder), was heisst, dass da keinerlei Selbstreflexion, Selbstexploration stattgefunden hat. Alles oberhalb der verschütteten Gefühle, mit denen ich als Psychotherapeut ständig zu tun habe. Die Autorin hat, wie viele aus der ehemaligen DDR keine Ahnung, welche ngGs (nicht-gefühlten Gefühle) da in ihren Tiefen rumlungern.
Weiter im Artikel zitiert die Journalistin eine Bekannte aus Berlin: <Auch für Kerstin, eine Bekannte von mir, Politikwissenschaftlerin aus Berlin, war klar, dass ihre Zeit als Vollzeitmutter begrenzt sein würde: »Gerade beim ersten Kind ist es mir sehr schwergefallen, mich damit zu arrangieren, dass mein kompletter Tagesablauf fremdbestimmt war. Da war es gut, zu wissen, dass diese Zeit überschaubar sein würde.«>. Fremdbestimmt ist gut gesagt, wenn man vom eigenen Kind spricht.
Das ist aber gerade das, was man mit eigenen Kindern lernen kann: dass sich nicht alles um die Zeit für mich dreht, dass sich nicht das ganze Leben um mich dreht, sondern dass ich mich auch um andere sorge, am leichtesten fällt dieser Schritt wohl mit den eigenen Kindern. Wer in diesem Zusammenhang von <fremdbestimmt> spricht, hat wohl ein starkes Aufmerksamkeitsdefizit, ein unverarbeitetes, aus seiner frühen Kindheit und will es nicht wahrhaben.
Man könnte das emotionale Blindheit nennen: Die Suche nach dem wahren Selbst (siehe Alice Miller), da eben, wo die verschütteten Gefühle sitzen.
Ausserdem deutet es darauf hin, dass schon die Mutter von dieser Kerstin aus Berlin nicht viel mit ihrem Kind anfangen konnte. Sie hat sich wohl auch schon fremdbestimmt gefühlt. Eine Kette von Ähnlichen Situationen, die keiner durchbricht!
Alles nicht so wilde Sache, wenn die Leute ihre eigene Gefühlswelt etwas durchforsten würden. Aber nein, sie versuchen ihre Defizite (wie fremdbestimmt) auf einen goldenen Sockel zu heben, als was <Freies> darzustellen.
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