Sonntag, 15. Juli 2012

Burnout, Erschöpfungssyndrom

Spiegel Online hat  vier Geschichten über Entstehung von Burnout zusammengetragen. Die Geschichten schildern anschaulich, wie sich das Phänomen langsam entwickelt und schliesslich zum Durchbruch kommt, bzw. wie es zum Zusammenbruch kommt.

Fast alle diese vier Gestalten haben sich schliesslich an einen Psychotherapeuten gewandt, wenn auch zunächst was widerwillig. Von Psychotherapeuten wollten Sie in ihrem bisherigen Leben nichts wissen. Laut den Geschichten in Spiegel Online konnte die Psychotherapie den Leuten helfen.
Dieser gewisse Widerwille gegen Psychotherapie deutet darauf hin, dass sich die betroffenen Menschen bisher wenig um ihr Seelenleben gekümmert haben. Es sieht so aus, als ob sie das Gefühl für ihre innere und äußere Situation verloren hatten.
Das hängt wohl meistens damit zusammen, dass Erlebnisse / Prägungen aus früher Kindheit nicht aufgearbeitet wurden (mit oder ohne Psychotherapeut). Das der Verlass auf das eigene Gefühl getrübt war. Das eigene Gefühl (für die Situation) wird Kindern oftmals ausgetrieben. Das muss nicht mit Brachialgewalt geschehen, sondern kann auch ganz subtil vonstatten gehen. Auf alle Fälle stehen dann die jungen Erwachsenen da, und haben die Verbindung zu ihrem inneren Kern verloren. Mit vierzig dann, wenn die jugendlichen Kräfte (auch Abwehrkräfte) sich abschwächen, drängen dann die unverarbeiteten Erlebnisse aus Kindheit und frühester Kindheit mehr an die Bewusstseins-Oberfläche.

Wer in dieser Phase nicht freiwillig daran geht, sein Seelenleben (z.B. seine Träume), seine Psyche stärker zu beachten und an sich zu arbeiten, hat die große Chance, in ein Erschöpfungssyndrom (Burnout) hineinzuschlittern, siehe die vier Geschichten bei Spiegel-Online.

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